A M P E E N E S T R O M D E R Z E I T 2 0 1 7 WOLGAST
2 das Ergebnis von einem Vierteljahrhundert Städtebauförderung in Wolgast kann sich wirklich sehen lassen: Die Altstadt von Wolgast wurde als ein lebendiges Zeugnis der Baukultur der Vergangenheit erhalten und zu einem attraktiven und beliebten innerstädtischen Wohn- und Gewerbegebiet entwickelt. Die Stadt am Peenestrom ist als „Tor nach Usedom“ bekannt. Über das Jahr machen hier Zehntausende Touristen Halt, angelockt von der historischen Altstadt, geprägt durch die ehemalige Hofkirche der Herzöge zu Wolgast, der mächtigen Backsteinbasilika St. Petri. Beeindruckend für viele Reisende auf dem Weg zur Insel Usedom sind auch die größte norddeutsche Waagebalken-Klappbrücke und der Peenehafen. Die Altstadtsanierung in Wolgast ist vor allem auch dank der Unterstützung des Landes Mecklenburg-Vorpommern, des Bundes und engagierten Bürgerinnen und Bürgern vor Ort eine Erfolgsgeschichte. Mehr als 26 Millionen Euro Finanzhilfen der Städtebauförderung haben zur Revitalisierung des historischen Stadtkerns beigetragen. In der Innenstadt konnte das denkmalgeschützte historische Rathaus mit dreiachsigem Giebel aus dem 18. Jahrhundert auf dem Rathausplatz, das technische Rathaus in der Burgstraße und das Rungehaus in der Nähe des Stadthafens saniert werden. Viele Denkmäler, von denen man glaubte, sie nicht mehr retten zu können, wurden wieder zum Leben erweckt. Insgesamt konnte die vollständige Modernisierung bzw. Teilmodernisierung von fast 100 privaten Gebäuden unterstützt werden. Auch die noch in Teilen erhaltene Stadtmauer als historisches und bauliches Zeugnis der mittelalterlichen Stadtanlagen konnte denkmalgerecht restauriert werden. Straßen und Plätze laden heute durch ihre neue Qualität zum Verweilen ein. So sind fast alle Innenstadtstraßen, wie die Badstubenstraße, die Lange Straße und die Wilhelmstraße sowie der Rathausplatz, erneuert worden. Die Neugestaltung weiterer Erschließungsmaßnahmen, wie „Am Speicher“ und ein weiterer Bauabschnitt „Am Fischmarkt“, aber auch weitere private Modernisierungsvorhaben, werden aktuell vorbereitet bzw. durchgeführt. In den vergangenen 25 Jahren konnten durch die Erneuerungen der Innenstadt bereits wichtige Impulse für die Gesamtstadt Wolgast angestoßen werden. Die Altstadt hat sich zu einem lebens- und liebenswerten Ort entwickelt. Der vorliegende Bildband fasst den enormen Erneuerungsprozess und die Anstrengungen von 25 Jahren Altstadtsanierung in Wolgast eindrucksvoll zusammen. Ihr Christian Pegel Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung Mecklenburg-Vorpommern Sehr geehrte Leserinnen und Leser, Christian Pegel Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung Mecklenburg-Vorpommern
3 Stefan Weigler Bürgermeister der Stadt Wolgast Ziel der Stadterneuerung in Wolgast ist der Erhalt der historischen Altstadt in ihrem unverwechselbaren Erscheinungsbild. Gezeichnet von Verwüstungen und dem großen Stadtbrand von 1713, bauten die Bürger ihre Stadt nahezu auf dem unveränderten mittelalterlich-kolonialistischen Stadtgrundriss wieder auf. Die engen Straßenräume mit einer kleinteiligen und vor allem, einen großen Anteil erhaltenswerter Bebauung von teilweise historischer Bausubstanz und Bedeutung, prägen das heutige Stadtbild. Nach dem Zusammenbruch der DDR konnte an der erhaltenen Bausubstanz die Mangelwirtschaft abgelesen werden. Mit der Aufbruchsstimmung von 1990 erkannten die Politiker das Potential der Stadt und setzten mit Beteiligten aus der Wirtschaft, der Verwaltung und den Bürgern klare Ziele für die Altstadt. Es konnten nach umfangreichen Öffentlichkeitsverfahren die Fördermittel des Bundes, des Landes und eigene Mittel der Stadt bis in die Gegenwart eingesetzt werden. Fast der gesamte öffentliche Bereich an Straßen, Wegen und Plätzen und Wahrzeichen der Stadt, aber auch eine Vielzahl privater Wohn- und Geschäftshäuser konnten dank der Städtebauförderung vor dem Verfall gerettet und nach den Anforderungen der heutigen Zeit saniert werden. Dieser Sanierungsaufschwung griff auf viele Bürger über und die Stadt veränderte sich rasant durch kleine und große Veränderungen in das heutige Erscheinungsbild. Besonders möchte ich mich bei den Wolgaster Bürgern bedanken. Sie sind maßgeblich durch das persönliche Engagement und die Unterstützung beteiligt, die Stadt positiv zu verändern und mit Leben zu erfüllen und über die Grenzen hinaus bekannt zu machen. Dies ist eine gute Basis für neue Ziele und Ideen, denn die Stadt lebt von ständigen Veränderungen. Stefan Weigler Bürgermeister der Stadt Wolgast Liebe Leserinnen, liebe Leser,
5 PLÄTZE I STRASSEN I WEGE Seite 36–79 ÖFFENTLICHE GEBÄUDE Seite 80–103 PRIVATE MODERNISIERUNGEN Seite 104–191
6
Blick auf die Schlossinsel Wolgast im Sommer 2017 7
Blick auf den Kirchturm und das neue Rathaus von Wolgast, Sommer 2017 8
Alte Stadtmauer Richtung Oberwall, Sommer 2017 9
10
Luftaufnahme der Stadt Wolgast, 2015 11
Amazonenbrücke Richtung Schlossinsel, 2017 12
Blick in den Seglerhafen (Schlossinsel), 2017 13
Erdbeerfest, vor dem Wolgaster Rathaus, 2017 14
Bllick in die Schusterstraße, 2017 15
16
Bllick in die Altstadt, 2017 17
Blick auf die Hafenstraße, 2017 18
Am Fischmarkt, 2017 19
Giebel Raatssaal Burgstraße 6a, Kirchturmspitze im Hintergrund, 2017 20
Am Kirchplatz 8, 2017 21
22
Gymnasium Am Lustwall, 2017 23
Badstubenstraße, 2017 24
Am Fischmarkt, 2017 25
26
Am Rathausplatz, 2017 Rathausturm, 2017 27
Kronwiekstraße 45, 2017 28
Burgstraße Richtung Kirche, 2017 29
Blick von der Hafenstraße Richtung Angelverein Dreilindengrund, 2017 30
Blick von der Schlossinsel Richtung Innenstadt, 2017 31
Kurze Straße, 2017 32
Blick in die Lange Straße – Hausrückseiten, 2017 33
Schusterstraße, 2017 34
Badstubenstraße, 2017 35
PLÄTZE I STRASSEN I WEGE Die Straßen- und Platzräume übernehmen neben ihrer verkehrstechnischen Bedeutung eine wichtige Verbindungsfunktion zwischen den einzelnen Gebäuden und bestimmen wesentlich die Orientierbarkeit in der Stadt sowie die Identifikation der Einwohner mit ihrer Stadt. Straßenräume sollen Aufenthaltsqualität und damit Kommunikationsbereiche bieten, in denen sich Bewohner und Besucher, also Jung und Alt, wohl fühlen. Die historischen Strukturen des mittelalterlichen Stadtgrundrisses waren vorgegeben und sollen jetzt den heutigen städtebaulichen und wirtschaftlichen Ansprüchen des öffentlichen Lebens über und unter der Laufebene genügen. Die spannende Aufgabe 1991 bestand darin, den Verkehr neu zu ordnen und mit der Materialwahl der Pflasterung den historischen Bezug widerzuspiegeln und den aktuellen Bedürfnissen zu entsprechen. Die Verlegung der B111 vom Rathausplatz und der Bahn vom Fischmarkt sind nur zwei wichtige Veränderungen zur Entwicklung von Aufenthaltsqualität unmittelbar im Zentrum und am Peenestrom. Diese gewonnenen Räume erlauben heute einladende Nutzungen für Gastronomie, Handel und Events. Die direkte Lage am Peenestrom ist für den Einwohner fast selbstverständlich und für den Besucher immer wieder ein Erlebnis. Unsere öffentlichen Bereiche mit modernen Ausstattungen an Beleuchtung, Pflanzen, Spielgeräten und technischen Einrichtungen sind heute Kommunikationsbereiche geworden, die von jedem Einwohner und den zahlreiche Gästen in Anspruch genommen werden können und auch sollen. Ein weiterer neuer Aspekt der Veränderung und Neugestaltung sind Verweilpunkte mit kleinen grünen Oasen, die sich durch die schmalen Straßen ziehen und an Plätzen durch liebevolle Pflege – oft durch die Einwohner- zur vollen Pracht entfalten. Die Verbundenheit und das Einbringen von Aktivitäten der Einwohner zu den öffentlichen Bereichen spiegelt die Aufenthaltsqualität und funktionale Nutzung wider, die durch besonnene planerische Aktivitäten zukunftsorientiert zu gestalten ist. 36
Lufaufnahme Stadtzentrum Wolgast, Schlossinsel, Brücke, 2015 37
38 Rathausplatz, 2017 Rathausplatz mit Blick in die Lange Straße, 2017
39 PLÄTZE I STRASSEN I WEGE
Rathausplatz um 1920 40
41 PLÄTZE I STRASSEN I WEGE Rathausplatz vor der Sanierung, 1995 Rathausplatz, 2017
42 Am Rathausplatz, 2017 Zunftbaum auf dem Rathausplatz, 2017 Blick vom Rathausgebäude auf den Rathausplatz, 2017
43 PLÄTZE I STRASSEN I WEGE
44 PLÄTZE I STRASSEN I WEGE
45 Erdbeerfest 2017 auf dem Rathausplatz Brunnen auf dem Rathausplatz, 2017
46 Kirchplatz Richtung Burgstraße, 2017 Am Kirchplatz, 2017 Kirchplatz, 1990
47 PLÄTZE I STRASSEN I WEGE
48 Platz der Jugend/Kreuzungsbereich, 2017 Platz der Jugend ca. 1950
49 Platz der Jugend/Chausseestraße 2 kurz vor der Sanierung, 2001 PLÄTZE I STRASSEN I WEGE Am Platz der Jugend, 2017
50
51 Fischmarkt mit Blick auf die Schlossinsel und Bahnschienen in Richtung altes Industriegebiet, 1990 Fischmarkt mit Blick Richtung Schlossinsel, 2017 Sitzplatz mit Fisch – beliebter Treffpunkt bei Urlaubern und Einheimischen, 2017 PLÄTZE I STRASSEN I WEGE
52 PLÄTZE I STRASSEN I WEGE
53 Blick von der Schlossinsel in die Innenstadt, 2017
54 PLÄTZE I STRASSEN I WEGE
55 Am Fischmarkt, 2017 Kaikante am Fischmarkt, im Hintergrund der ehemalige Tiedtsche Speicher, 2005 Buntes Markttreiben am Fischmarkt, 2015
56 Blick vom Fischmarkt auf die Hafenstraße, 2017 Blick auf die Hafenstraße im Stadthafen/Schlossinsel, 2017
57 Stadthafen/Hafenstraße, 2017 PLÄTZE I STRASSEN I WEGE
58 PLÄTZE I STRASSEN I WEGE Blick vom Fischmarkt auf die Hafenstraße, 2017
59 Blick vom Fischmarkt auf die Hafenstraße, 2017
60 PLÄTZE I STRASSEN I WEGE Hafenstraße Bereich Kreuzung, 2017 Hafenstraße, 1990 Stadthafen in der Hafenstraße, 2017
61 Hafenstraße, 2017
62 PLÄTZE I STRASSEN I WEGE Rungeplatz vor der Sanierung, 2014 Rungeplatz vor der Sanierung, 2014
63 Mobilitätsknoten Rungeplatz, 2017 Farbspiel am Rungeplatz/Kronwieckstraße, 2017 Grundmauern, entdeckt während der Arbeiten, 2014 Rungeplatz kurz nach der Sanierung, 2015
Spiel- und Ruhebereich neben dem Rungeplatz/Kronwieckstraße, 2015 Grünbereich Rungeplatz/Ecke Einmündung Kreuzung, 2017 Farblehre auf dem Rungeplatz, 2015 64
65 PLÄTZE I STRASSEN I WEGE
66 Wilhelmstraße/Richtung Rathausplatz, 2017 PLÄTZE I STRASSEN I WEGE
67 Beginn der Sanierungsarbeiten Wilhelmstraße/Ecke Rathausplatz, 2004 Parkplatz Wilhelmstraße, 2017 Wilhelmstraße/Richtung Rathausplatz, 2003 Wilhelmstraße/Richtung Rathausplatz, 2005
68 Badstubenstraße, 2017 Badstubenstraße, 1999
69 Badstubenstraße, 2017 PLÄTZE I STRASSEN I WEGE
70 Lange Straße, 2013 Burgstraße, 1997 Lange Straße/Ecke Burgstraße während der Bauarbeiten, 2000 Lange Straße, 1992
71 Burgstraße, 2017 PLÄTZE I STRASSEN I WEGE
72 Fährstraße, 2017 Fährstraße, 2005 Schifferstraße, 2005
73 PLÄTZE I STRASSEN I WEGE
Kleinbrückestraße/Ecke Badstubenstraße, 1997 Kleinbrückenstraße Richtung Peene, 2017 Kleinbrückenstraße Richtung Peene, 1997 74
75 Kurze Straße Richtung Wilhelmstraße, 2017 An der Stadtmauer, 1997 Kurze Straße vor dem Ausbau, 1997 PLÄTZE I STRASSEN I WEGE
Steinstraße, 1968 Steinstraße/Ecke Lange Straße. 2017 Steinstraße in den 50er Jahren 76 PLÄTZE I STRASSEN I WEGE
77 Steinstraße/Ecke Lange Straße Richtung Rathausplatz, 2017
78 Am Lustwall während der Sanierung, 2016 Am Lustwall, vor der Sanierung, 1995 Am Lustwall, Richtung Platz der Jugend, 1995 Eröffnung des Spielplatzes Am Lustwall, 2005 Spielplatz Am Lustwall, 2017
79 Am Lustwall, 2017 PLÄTZE I STRASSEN I WEGE
ÖFFENTLICHE GEBÄUDE Zu den öffentlichen Gebäuden unserer Stadt gehören viele Häuser und Einrichtungen. Das sind die Rathäuser, Museen, Bibliothek, die Schulen, Kindergärten, Sporthallen, das Sportforum, die Feuerwehr, Friedhöfe, die Kirchen, das Krankenhaus und selbst die Stadtmauer zählt dazu. Dies sind Kommunikations- und Begegnungsorte voller Leben. In den vergangenen Zeitepochen spiegelten der Zustand und die Ausstattung der öffentlichen Gebäude den Wohlstand und Reichtum einer Stadt wider. Zu Beginn der Stadtsanierung waren die öffentlichen Gebäude in der Verwaltung der Stadt mehrheitlich in einem Zustand, der dringender Handlung bedurfte. Allerdings könnte Wolgast sich heute freuen, wenn auch nur noch die Ruine der pommerschen Herzöge auf der Schlossinsel stände. Sie wäre ein touristischer Magnet und neben St. Petri der meist besuchte Ort. Die Stadt hat unter dem Einsatz von Städtebaufördermitteln nahezu alle historischen öffentlichen Gebäude der Stadt auf ein modernes Niveau mit intensiven Nutzungen gebracht. Die Vielzahl und die Individualität der Gebäude und der Anspruch an deren denkmalgerechter Sanierung innerhalb einer kurzen Zeit, ist der Spiegel guter politischer, rechtlicher und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen der öffentlichen Förderung und der Politiker der Stadt, denn diese muss immer noch einen erheblichen Eigenanteil beisteuern. Diese umfangreiche Entwicklung und Nutzung der Einrichtungen wäre aus dem Stadthaushalt schwer oder gar nicht realisierbar gewesen. Der Einsatz von Städtebaufördermittel entfaltet hier die unmittelbar erwartete wirtschaftliche Wirkung des Förderprogramms. Dies zeigt sich an Bindung der Bauleistung in der Region und die gute qualitative Sanierung der Gebäude. Das beste Zeichen der erfolgreichen Sanierung der Gebäude und Einrichtungen ist jedoch deren intensive Nutzung als generationsübergreifende administrative, bildende und kulturelle Begegnungsstätten. 80
Blick auf das Museum „Kaffemühle“, 2017 81
82 ÖFFENTLICHE GEBÄUDE ehemaliger Kornspeicher, heute teilweise technisches Rathaus, in der Burgstraße 6-6a, 2017
83 Amtssitz des „Amtes Am Peenestrom“ in der Burgstraße 6-6a, 2017
84 ÖFFENTLICHE GEBÄUDE Hofansicht vom technischen Rathaus Burgstraße 6, 2017
85 Büro mit Fachwerk im technischen Rathaus, 2017 Ratssaal im technischen Rathaus, 2017
86 ÖFFENTLICHE GEBÄUDE
87 Barocker Giebel des historischen Rathauses, 2017
88
89 Giebel historisches Rathaus, 2017 Restaurierte Treppenstufen und -geländer im historischen Rathaus, 2017 Ratssaal im historisches Rathaus, 2017 ÖFFENTLICHE GEBÄUDE
90 ÖFFENTLICHE GEBÄUDE Rückseite historisches Rathaus, 2017
91 Rathaus um 1900 Rückseite historisches Rathaus, 1997 Seitenansicht während der Vermessung, 1997 Glockenturm historisches Rathaus, 2017
92 Museum „Kaffeemühle“, 2017 ÖFFENTLICHE GEBÄUDE
93 Dachgebälk im Austellungsraum des Museums, 2017 Historische Aufnahme des heutigen Museums, 1895 Aufnahme des heutigen Museums um 1905, früher mit Gaststättennutzung
94 Austellungsräume des Museums, 2017
95 Eingang zum Museum „Kaffeemühle“, 2017 ÖFFENTLICHE GEBÄUDE
96 ÖFFENTLICHE GEBÄUDE
97 Rungehaus in der Kronwieckstraße 45, 2017
98 Rungehaus mit Nebengebäude in der Kronwieckstraße 45, 2017 ÖFFENTLICHE GEBÄUDE
99 Sitzbank vor dem Rungehaus „Ich bin der Butt der Wunder tut, mit Münze im Schlund, Deinen Wunsch tu mir kund. Er wird sich erfüllen.“ Panorama eines Ausstellungsraumes im Rungehaus, 2017 Ausstellungsraum im Rungehaus, 2017 Farbsystem nach Runge, 2017 Runges ehemalige Wohnräume, 2017
100 Fast zerfallene Stadtmauer vor der Sanierung, 1997 Teile der alten Stadtmauer mit Stützpfeilern, 2017 ÖFFENTLICHE GEBÄUDE
101 ÖFFENTLICHE GEBÄUDE Stadtmauer im Bereich des Lustwalls, 2017 Zugang zum Privatgrundstück in der alten Stadtmauer, 2017
102 Bereich Oberwall mit Stadtmauer vor der Sanierung, 1997 ehemaliger Wachturm an der Stadtmauer Oberwall, 1997 Stadtmaueransicht von der Kronwieckstraße, 2017
103
PRIVATE MODERNISIERUNGEN Was eine Stadt ausmacht, sind die Menschen, die sie gestalten, lebenswert machen, die in ihrer Stadt gern leben und sie mit vielfältigen bunten Inhalten ausfüllen. Wolgast kann stolz auf die vielen Akteure sein, die zum Erhalt der Bausubstanz beigetragen haben und die Stadtsanierung in Wolgast zu einem Erfolgsprojekt geführt haben. Viele kleine und große Maßnahmen konnten mit dem Anreiz der Städtebauförderung in Angriff genommen werden. Zu Beginn der Stadtsanierung gehörte viel Mut und Vertrauen dazu, sich mit nicht selten leer stehenden Gebäuden zu beteiligen. Erfahrungen mit der Städtebauförderung hatte keiner. Die zum Teil ungeklärten Grundstückssituationen, der sehr marode Bauzustand der Gebäude, die ungewohnten Förderbedingungen und die durch die Wende geringe Kapitalausstattung, machten den Bauwilligen den Weg der Sanierung nicht leicht. Den vielen Eigentümern, die sich zur Sanierung ihrer Immobilien entschieden haben, hat die Stadt das heutige Gesicht zu verdanken. Die Menschen, die hier wieder lebenswerte Wohn- und Arbeitsbedingungen erhalten haben, danken es damit, dass wieder gern durch Jung und Alt in den sanierten Gebäuden Altstadt von Wolgast gelebt wird. Das sichtbare Ergebnis Stadtsanierung motiviert bis heute viele Eigentümer, für sich oder Wolgaster Gebäude zu erneuern. Der Aufwand der Denkmalpflege und der Stadtplanung wird hierbei in Kauf genommen, da die entstehende Qualität den künftigen Bewohnern ein individuelles zu Hause bietet. 104
Liebevoll gestaltetes Mauermosaik in der Burgstraße, 2017 105
106
107 PRIVATE MODERNISIERUNGEN Am Kirchplatz 3, Gebäude ohne Fachwerk, 1993 Am Kirchplatz 3, 2017 Beide Aufnahmen wurden von fast der selben Position aufgenommen Am Kirchplatz 3, 1993 Am Kirchplatz 3, 2017
Giebel Burgstraße 14, 1999 Frontseite Burgstraße 14, 1999 Ecke Schusterstraße/Burgstraße, 1999 Burgstraße 14, das Ziegelsteingebäude wurde zugunsten einer Hofeinfahrt abgerissen, 1999 108
Badstubenstraße 1a, früher Burgstraße 14, 2017 Freigelegte, verzierte Deckenbalken, entdeckt während der Sanierung Badstubenstraße 1a in Richtung Burgstraße, 2017 109 PRIVATE MODERNISIERUNGEN
Badstubenstraße 41, Blick vom Fischmarkt auf die Rückseite, 2017 110 PRIVATE MODERNISIERUNGEN
Während der Sanierung, Badstubenstraße 41, 2015 Kurz vor Sanierungsbeginn, Badstubenstraße 41/Ansicht vom Fischmarkt, 2013 Badstubenstraße 41, 1997 Badstubenstraße 41, 2017 111
112 PRIVATE MODERNISIERUNGEN
113 PRIVATE MODERNISIERUNGEN Der Pommerngreif, ein Detail der restaurierten Frontseite, 2017 Jahrelang stand sie still, die wiederhergestellte Uhr des alten Postamtes, 2017 Breite Straße 26, 2017 Nach Umbauten wurde 2014 aus dem ehemaligen Postamt das von Gästen gern genutzte Postel.
Breite Straße 26 und Platz der Jugend, 1992 Breite Straße 26 und Platz der Jugend, 1997 Breite Straße 26, 1990 Bahnhofstraße Richtung Breite Straße 26, 1990 Breite Straße 26 Richtung Lustwall, 1990 114
Postel von der Breiten Straße aus Richtung Lustwall, 2017 115 PRIVATE MODERNISIERUNGEN
116 PRIVATE MODERNISIERUNGEN
117 Rückseite des Postel in der Breiten Straße, 2017 Deteilansicht der Backsteinfassade, 2017
118 PRIVATE MODERNISIERUNGEN
119 PRIVATE MODERNISIERUNGEN Aufwendig und liebevoll restaurierter Fassadenstuck an der Fronstseite des Hauses in der Burgstraße 8, 2017 Burgstraße 8 vor der Sanierung, 2001 Burgstraße 8, 2017
Burgstraße 10a, ehemals Langestraße 2 Nebengebäude, 2017 120 PRIVATE MODERNISIERUNGEN
Burgstraße 10a, 2017 121
122
123 PRIVATE MODERNISIERUNGEN Burgstraße 15, 2015 Burgstraße 15, 1999 Burgstraße 15 während der Sanierung, 2002 Burgstraße 15 kurz nach der Sanierung, 2002 Burgstraße 15, 2017
Chausseestraße 2, 2001 Chausseestraße 2, 2007 Hofansicht Chausseestraße 2, 2001 124
Chausseestraße 2, 2015 125 PRIVATE MODERNISIERUNGEN
126
127 Fährstraße 20, 2017 Fährstraße 20, 2000 PRIVATE MODERNISIERUNGEN
128
129 Hafenstraße 4, heute Hafenstraße 22, während der Restaurierungsarbeiten, 1993 Hafenstraße 22 in Richtung Stadthafen, 2017 Frontansicht Hafenstraße 22 direkt im Museumshafen, 2017 PRIVATE MODERNISIERUNGEN
130 Hafenstraße 22, 2017 Hafenstraße 22 von der gegenüberliegenden Hafenseite, 2015 Hafenstraße 22 Rückseite, 2015
131 PRIVATE MODERNISIERUNGEN
132
133 Hafenstraße 28, 2017 Fensterverzierung in der Hafenstraße 28, 2017 Hafenstraße 28, 1997
134
135 Kleinbrückenstraße 4, 1997 Kleinbrückenstraße 4, 2017 Frontansichten der Kleinbrückenstraße 4, 1997 PRIVATE MODERNISIERUNGEN
136 Kleinbrückenstraße 5, 1987
137 PRIVATE MODERNISIERUNGEN Kleinbrückenstraße 5, 2017
138
139 Kleinbrückenstraße 6, 2005 Kleinbrückenstraße 6, 2017 Kleinbrückenstraße 6, bis Anfang der 90er Jahre war in dem Gebäude der Obst- und Gemüsehandel ansässig PRIVATE MODERNISIERUNGEN
140
141 Kurze Straße 4, 2017 Fuhrgeschäft Fritz Kruse Kurze Straße 4, 2017 Kurze Straße 4 vor der Sanierung, 1997 PRIVATE MODERNISIERUNGEN
142 PRIVATE MODERNISIERUNGEN
143 Stadt-Apotheke in der Langen Straße 7, 2017 Lange Straße 7, 2017 Lange Straße 7, 1997
144
145 Innenhof zwischen Langer Straße 7 und dem Kirchplatz, 2017 Aufwendig saniertes Fachwerk von der Rückseite (Eingang vom Kirchplatz) Lange Straße 7, 2017 Lange Straße 7 aus Sicht vom Kirchplatz, 1990 PRIVATE MODERNISIERUNGEN
146 Lange Straße 12, 2017 Lange Straße, 2017 Lange Straße 12, 1997
147 Lange Straße 14, Giebelabriss, Richtung Rathausplatz, 2011 Lange Straße 14, Rückseite während der Sanierung, fotografiert aus der Kurzen Straße, 2015 Lange Straße 14, 2017 PRIVATE MODERNISIERUNGEN
148 Lange Straße 15, 1989
149 Lange Straße 15, 2017 PRIVATE MODERNISIERUNGEN
150 Hinterer Teil des Hauses Lange Straße 15, 2017 Swinkestraße/Ecke Lange Straße 15, 2017
151 PRIVATE MODERNISIERUNGEN
152 Lange Straße 19/20, 1991
153 Lange Straße 19/20, 2017 PRIVATE MODERNISIERUNGEN
154
155 Hofgestaltung der Langen Straße 19, begehbar von der Schusterstraße, 2017 Rückseite Lange Straße 19, 2017
156 Lange Straße 22, 1997 Lange Straße 22, 2008 Lange Straße 22, 1989 Lange Straße 22, 1989
157 PRIVATE MODERNISIERUNGEN Lange Straße 22, 2017
158 Hofansicht Lustwall 16, 2017 Frontansicht Lustwall 16 während der Sanierung, 1997 Lustwall 16, 2000 Lustwall 16, 2017 PRIVATE MODERNISIERUNGEN
159
160
161 Rathausplatz 2, 1991 Rathausplatz 2, 1995 Rathausplatz 2, 2017 PRIVATE MODERNISIERUNGEN
162 Rathausplatz 9, 1987 Rathausplatz 9, 1991 Rathausplatz 9, 2017 PRIVATE MODERNISIERUNGEN
163
164 PRIVATE MODERNISIERUNGEN Schifferstraße 19, 2017 Schifferstraße 19 während der Sanierung, 2006 Emailleschild der Schifferstraße, diese Straßenschilder waren früher an den Hauswänden angebracht Schifferstraße 19 während der Sanierung, 2006 Schifferstraße 19, 1995
165
166 Schlossstraße 7, ehemals VEB Holzbau Wolgast vor der Sanierung, 1997 Schlossstraße 7 vor der Sanierung, der Anbau wurde weggerissen, 1997 Schlosstraße 7, mit modernen Loftwohnungen, 2017 PRIVATE MODERNISIERUNGEN
167 PRIVATE MODERNISIERUNGEN
168 Schlosstraße 7, Blick Richtung St. Petri Kirche, 2017 Detail der Hausfassade Schlosstraße 7, 2017
169 PRIVATE MODERNISIERUNGEN
170 Schusterstraße 12, 1987 PRIVATE MODERNISIERUNGEN
171 Schusterstraße 12, 2017
172 Steinstraße 7, 2017 Steinstraße 7 Seitenansicht, 2017
173 PRIVATE MODERNISIERUNGEN
174 Steinstraße 8, 2017 Steinstraße 8, 2016 Blick auf die Steinstraße 8 im Zentrum des Bildes, 1968
175 PRIVATE MODERNISIERUNGEN
176 Steinstraße 9/10, 2017 Steinstraße 9, 2017
177 PRIVATE MODERNISIERUNGEN
178 Swinkestraße 4 vor der Sanierung, 2004 Swinkestraße 4/Ecke Badstubenstraße während der Sanierung, 2005 Swinkestraße 4 während der Sanierung, 2005 Swinkestraße 4 während der Sanierung, 2005
179 Swinkestraße 4, 2017 PRIVATE MODERNISIERUNGEN
180
181 Swinkestraße 5, noch unsaniertes Fachwerk im Obergeschoss, 2007 Swinkestraße 5 während der Sanierung, 2007 Swinkestraße 5, 1997 Ecke Badstubenstraße mit Blick auf die Swinkestraße 5, 2017 Swinkestraße 5, 2017 PRIVATE MODERNISIERUNGEN
182
183 Wilhelmstraße 8, 2017 PRIVATE MODERNISIERUNGEN Wilhelmstraße 8, 2012 Wilhelmstraße 8, 1997 Wilhelmstraße 8, 2005
184 An der Stadtmauer 9a, 2017 An der Stadtmauer Richtung Peenestrom, 2017
185 PRIVATE MODERNISIERUNGEN
186
187 Wilhelmstraße 12, 13 fotografiert aus einer jetzt geschlossenen Baulücke vom Grundstück gegenüber, 1991 Wilhelmstraße 12, 13, 2017 Beide Häuser der Wilhelmstraße 12, 13 wurden zur selben Zeit saniert, 1995 PRIVATE MODERNISIERUNGEN
188 PRIVATE MODERNISIERUNGEN Wilhelmstraße 63, 1997 und 2017 Wilhelmstraße 63, 2017
189
190 PRIVATE MODERNISIERUNGEN Wilhelmstraße 64 vor der Sanierung, 1997
191 Wilhelmstraße 64, 2017
Gesamtherstellung: www.steffen-media.de Stadt Wolgast Wir möchten darauf hinweisen, dass der vorliegende Bildband bzgl. der verwendeten Fotos keinen Anspruch auf Vollständigkeit hat. Fotos: Sven Steffen, Archiv BauBeCon, Archiv Stadt Wolgast FRIEDLAND BERLIN USEDOM
…Nach dem Zusammenbruch der DDR konnte an der erhaltenen Bausubstanz die Mangelwirtschaft abgelesen werden. Mit der Aufbruchsstimmung von 1990 erkannten die Politiker das Potential der Stadt und setzten mit Beteiligten aus der Wirtschaft, der Verwaltung und den Bürgern klare Ziele für die Altstadt. Es konnten nach umfangreichen Öffentlichkeitsverfahren die Fördermittel des Bundes, des Landes und eigene Mittel der Stadt bis in die Gegenwart eingesetzt werden. entnommen dem Vorwort Stefan Weigler Bürgermeister der Stadt Wolgast
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